Digital Loser statt Leader: Nur jeder 12. Manager in Deutschland fit für digitale Transformation

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Sieben von zehn Entscheidern in deutschen Unternehmen haben nur Anfängerkenntnisse in der Digitalisierung – zudem viele schätzen sich falsch ein.

Wie sehr die digitale Transformation die Unternehmen auch und gerade in Deutschland beschäftigt, habe ich erst kürzlich hier im Blog beschrieben: Demnach gehen laut einer kürzlich veröffentlichten Studie zwei Drittel der Deutschen davon aus, dass die Digitalisierung die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen steigern wird.

Hannes Weißensteiner

Hannes gründete in Südtirol die Hotelplattform „enido“ und wechselte dann als Co-Founder nach Berlin zum Start-Up „ezeep“. Später war Hannes aktiv für diverse VC’s im und beteiligt am Aufbau der Agentur der Gebrüder Heilemann (DailyDeal) „Heilemann&Co.“. Im Juli 2014 wechselte Hannes zur Axel Springer Tochter „eprofessional“ wo er seit Anfang 2015 Teil der Geschäftsleitung ist.
Unter anderem hat Hannes dort den Bereich „Digital Consulting“ aufgebaut.
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Ob die Entscheider in den Unternehmen aber über die notwendigen Qualifikationenverfügen, den digitalen Wandel aktiv voranzutreiben, steht auf einem ganz anderen Blatt. Wie eine neue Studie des Kassler Marktforschers Crisp Research im Auftrag des zum japanischen Telekommunikations-Riesen NTT gehörende IT-Dienstleisters Dimension Data zeigt, sind die entsprechenden Kenntnisse der Manager bisher bescheiden.

Demnach haben aktuell gerade einmal sieben Prozent der Entscheider in Deutschland das Zeug zum Digital Leader, der Impulse für die digitalen Transformation geben und die dafür notwendigen Veränderungsprozesse im Unternehmen steuern kann. Das ist nur jeder zwölfte hiesige Manager.

Die große Mehrheit der 503 befragten Geschäftsführer und IT-Entscheider ist dagegen noch auf einem Anfängerniveau: 71 Prozent sind laut der Umfrage “Digital Beginner” – vielleicht sollte man besser Digital Loser statt Leader sagen.

Damit nicht genug: Demnach gibt es eine große Diskrepanz zwischen Selbsteinschätzung und den tatsächlichen Digitalisierungs-Kompetenzen: So halten sich sechs von zehn Entscheidern für digital kompetent, das heißt sie sehen ihre digitalen Fähigkeiten als stark oder sehr stark ausgeprägt. Tatsächlich verfügen aber nur 26 Prozent der Befragten über jene Kompetenzen.

Die Studie offenbart zudem signifikante Unterschiede abhängig vom Alter der Befragten: So ist der Anteil derjenigen, die von einem sehr starken Effekt der Digitalisierung auf das eigene Unternehmen überzeugt sind, bei den unter 40-Jährigen fast doppelt so hoch wie bei der älteren Generation.

Weitere Ergebnisse der Studie “Digital Leader – Leadership im digitalen Zeitalter” in der folgenden Infografik:

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